|
Zwei
Welten: Wodurch sich der MBA von Master Programmen
unterscheidet
Die Abkürzung MBA steht für
˜Master of Business Administration”. Im Gegensatz zum
konsekutiven Master, der sich als Fortsetzung eines
Bachelor-Studiums versteht, ist der MBA eine nicht-konsekutive Form
des Studiums. D.h.: Der MBA bildet nicht im Fach des absolvierten
Hauptstudiums weiter, sondern vermittelt vielmehr
Zusatzqualifikationen für (angehende) Führungskräfte
in General-Management-Programmen oder für Spezialisten in
Professional-Programmen.
MBA-Programme fokussieren sich zumeist
auf "Best-Practice-Ansätze" und sind weniger
wissenschaftsorientiert (Verhältnis 50:50) als klassische
Studienangebote (Verhältnis 75:25).
Interaktivität der
Teilnehmer Projektorientierte Gruppenarbeiten, Expertengespräche und
Case-Studies sind wichtige Lernmethoden, um Inhalte aus den
(zumeist betriebswirtschaftlichen) Vorlesungen zu vertiefen und zu
verbreitern.
Vortragende aus der
Praxis Neben bekannten
Professoren aus dem universitären Bereich geben auch
gestandene Praktiker wie z.B. Manager, Rechtsanwälte,
Unternehmensberater und Projektmanager ihr Wissen an die Studenten
weiter.
Förderung eines
konstruktivistischen
Weltbilds Die
konstruktivistische Herangehensweise erlaubt einen Austausch
über die unterschiedlichen Sicht- und Lösungswege der
Teilnehmer.
Soziale Fähig- und
Fertigkeiten - Heterogene Teilnehmerstruktur mit
Reife Vielschichtiger
als bei einem MBA- oder Master-Programm kommen die Leute zumeist
nicht mehr zusammen. Die Teilnehmer kommen (hoffentlich) aus
unterschiedlichen Ländern und Kulturen, Branchen und
Positionen. Der kleinste gemeinsame Nenner ist oft das Erreichen
der Aufnahmebedingungen wie z.B. Vorqualifikation, Berufserfahrung,
Aufnahmetests etc. Durch diese aktive
Auseinandersetzung mit den Kollegen entsteht zumeist eine Akzeptanz
für andere, kulturelle Zugangsweisen. Interkulturelle Aspekte
werden oft in eigenen Vorlesungen vertieft.
Teilnehmer anstatt
Zuhörer Die in
Studien-Programmen vermittelte Art von Lernen erfordert hohe
Eigenmotivation und den Wunsch, sich aktiv einzubringen.
Demotivierte Kollegen sind selten anzutreffen.
Netzwerk Durch die Reife der Teilnehmer und die intensive
Auseinandersetzung mit den anderen entstehen Netzwerke. Eine
ausgeprägte Alumni-Organisation lässt die Teilnehmer noch
lange nach dem Studium von den erworbenen Kontakten
profitieren.
Abschlussarbeit
Master-Thesis Im
Gegensatz zur klassischen Diplomarbeit oder Dissertation liegt der
Schwerpunkt einer Master-Thesis im praktischen Themenzugang.
Typischerweise beschäftigt sich diese Form der Abschlussarbeit
mit einer Problemstellung aus dem beruflichen Umfeld und trägt
zu deren Lösung bei. Zumeist 60 - 120 Seiten stark ist eine
Abschlussarbeit der angehenden Master.
Formen des
Studiums Die
häufigste Form des MBA- oder Master-Studiums ist die
Berufsbegleitende Variante. Darauf folgt das Vollzeit-Studium, das
zumeist für Jungakademiker ohne Berufserfahrung angeboten
wird.
Ein Fernstudium sollte nur als letzte
mögliche Alternative angesehen werden. Ein Studium ohne
soziale Komponente ist nur mit Einschränkungen ein Master im
Sinne des Erfinders.
Fazit: Breite Themenfelder und wenig
Detailverliebtheit. Eine Weiterbildung
für motivierte, reife, leistungsfähige und
praxisorientierte Menschen mit sozialer Ausprägung die auf der
Karriereleiter eine Sprosse nach oben möchten.
Otto Pogreth / 31.07.2006
» Zurück zur
MBA-Infothek
|
|